Amateurfußball:Leiden an der Basis

Viele Austritte und finanzielle Sorgen: Der DFB veröffentlicht eine Umfrage zu den Lockdown-Folgen im Amateurfußball. Vize-Präsident Koch fordert: "Der Ball muss wieder rollen, die Mannschaften müssen sofort zurück auf den Platz."

Von Johannes Aumüller, Frankfurt

Der deutsche Amateurfußball leidet erheblich unter den Auswirkungen des Lockdowns. Das ergibt sich aus einer Online-Umfrage, die der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Montag veröffentlichte. Demnach erklärten 61 Prozent der teilnehmenden Trainer und Funktionäre, dass sich Corona auf die finanzielle Situation ausgewirkt habe; knapp ein Fünftel davon sprach von einer "existenzbedrohenden finanziellen Belastung". Zugleich gaben 22 Prozent an, dass die Zahl der Austritte in ihrem Verein im Vergleich zu den Vorjahren "spürbar" sei. Genaue Daten zu den Austritten nannte der DFB nicht. "Der Amateurfußball sitzt im Wartezimmer der Politik, aber sein Zustand verschlechtert sich", sagte der für die Amateure zuständige DFB-Vize Rainer Koch: "Der Ball muss wieder rollen, die Mannschaften müssen sofort zurück auf den Platz." Insgesamt nahmen an der Umfrage etwas mehr als 100 000 Personen teil, rund ein Drittel davon waren Trainer und Funktionäre. Im deutschen Amateurfußball gibt es ungefähr 25 000 Vereine mit zirka 145 000 Mannschaften. Seit November ruhte der Trainings- und Spielbetrieb, ab dieser Woche ist in Kreisen mit einer Inzidenz von weniger als 100 zumindest Kindertraining wieder möglich.

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