Ski alpin:Vorläufiges Aus für Abfahrten am Matterhorn

Acht Ansetzungen, kein Rennen: Die Weltcup-Wochenenden in Zermatt/Cervinia fielen bislang komplett aus. (Foto: Manuel Schwarz/dpa)

Speed-Rennen rund ums Schweizer Wahrzeichen: Das war bis zuletzt ein Prestigeprojekt des Weltverbandspräsidenten Johan Eliasch. Nun wurden die Abfahrten aus dem Kalender für die nächste Saison genommen.

Paukenschlag am Ende des alpinen Ski-Winters: Die Weltcup-Abfahrten für Männer und Frauen am Matterhorn, ein Prestigeobjekt des umstrittenen Weltverbandspräsidenten Johan Eliasch, sind zumindest für die kommende Saison aus dem Rennkalender genommen worden. Darauf einigten sich der Internationale Ski- und Snowboard-Verband (Fis) sowie die Nationalverbände der Schweiz (Swiss-Ski) und Italiens (Fis) laut übereinstimmenden Medienberichten.

Auf der Strecke vom Schweizer Zermatt ins italienische Cervinia konnte wegen der bekanntermaßen ungünstigen Witterungsverhältnisse im frühen Winter bislang kein Weltcup ausgetragen werden. Die Premiere 2022 mit jeweils zwei Rennen für Frauen und Männer fiel ebenso aus wie die vier geplanten Wettbewerbe in der abgelaufenen Wintersaison 2023/24. Die Fis hatte den lokalen Organisatoren zuletzt offenbar vorgeschlagen, die Rennen aufgrund der schwierigen meteorologischen Bedingungen zu einem späteren Zeitpunkt in der Saison auszutragen.

Den Vorschlag lehnten die Organisatoren jedoch ab, weil aufgrund der Tourismus-Hochsaison in den Gebieten im Wallis und im Aostatal keine ausreichende Zahl an Unterkünften zur Verfügung stehe. Außerdem seien "übergeordnet rund um den künftigen Weltcup-Kalender derzeit so viele Grundsatzfragen offen", teilte Diego Züger mit, der Geschäftsführer von Swiss-Ski, dass man beschlossen habe, die Organisation der Rennen vorläufig einzustellen.

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