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2. Liga:"Analysegespräch" erforderlich

Hannover 96 v VfL Osnabrück - Second Bundesliga

Trainer Mirko Slomka.

(Foto: Cathrin Müller/Getty)

Trainer vor der Entlassung: Hannover kann auch das sechste Heimspiel der Saison nicht für sich entscheiden. Das bringt den Coach Mirko Slomka mal wieder in die Bredouille.

Der nächste Rückschlag für Hannover 96 erhöht den Druck auf Trainer Mirko Slomka. Der Zweitligist kam gegen den SV Sandhausen nur zu einem 1:1 (1:0) und wartet weiterhin auf den ersten Heimsieg der Saison. Eine "Riesenüberraschung und eine Enttäuschung" nannte Coach Slomka im NDR den über weite Strecken dürftigen Auftritt seiner Mannschaft. "Wir müssen noch eine Menge lernen". In der Tabelle steht der ambitionierte Bundesliga-Absteiger nach dem 12. Spieltag mit nur 14 Punkten da. Der Erstliga-Absteiger kündigte eine Krisensitzung mit den Verantwortlichen an diesem Wochenende an. "In einem gemeinsamen Gespräch werden sie die unbefriedigende sportliche Situation analysieren", teilte 96 mit. Slomkas Team hat schon acht Zähler Rückstand auf die direkten Aufstiegsplätze.

Dabei begann gegen Sandhausen alles perfekt für 96. Hendrik Weydandt köpfte mit seinem fünften Saisontor die Gastgeber vor 24 100 Zuschauern bereits nach sieben Minuten in Führung. Doch Sicherheit brachte das 1:0 nicht - im Gegenteil. "Was dann passiert ist, muss ich mit der Mannschaft besprechen", monierte Slomka. "Bei uns hat sich Verunsicherung breit gemacht." Zudem verpasste Stürmer Marvin Ducksch noch in der ersten Hälfte den zweiten Treffer.

Danach spielte jedoch fast nur noch Sandhausen. "Ich muss auch ehrlich sagen, ich verstehe nicht ganz, was da passiert bei uns, gerade auch in den Köpfen", sagte Torschütze Weydandt, der in dieser Spielzeit alle drei 96-Tore im eigenen Stadion erzielt hat. Mehrfach musste Torhüter Michael Esser, der den gesperrten Ron-Robert Zieler glänzend vertrat, retten. Doch seine Vorderleute ließen ihn in der 62. Minute erneut im Stich. Nach einem Foul von Marc Stendera an Sandhausens Denis Linsmayer warteten die 96-Profis auf einen Pfiff von Schiedsrichter Sören Storks. Der ließ jedoch den Vorteil laufen, den Aziz Bouhaddouz zum verdienten Ausgleich nutzte. "Wir waren nicht unangenehm, so wie es Sandhausen war", merkte Slomka an. Unangenehm könnte es auch für den 96-Trainer werden, sollte seine Mannschaft am 10. November nicht beim 1. FC Heidenheim die Wende einleiten. "Wir müssen ganz doll aufpassen", betonte Weydandt.

Am Samstag leitete Slomka das Training der Ersatzspieler. Am Sonntag haben die Profis der Niedersachsen frei. Wann die Verantwortlichen um Mehrheitsgesellschafter Martin Kind zusammenkommen, um das weitere Vorgehen zu beraten, war am Samstag noch unklar. Slomka stand bei 96 bereits Ende September nach dem 0:4 gegen den 1. FC Nürnberg vor dem Aus, bekam damals von Kind aber noch einmal das Vertrauen ausgesprochen.