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2. Bundesliga:Innenminister verurteilt Dynamo-Fans

Karlsruher SC - Dynamo Dresden

Fans von Dynamo Dresden im Karlsruher Wildparkstadion.

(Foto: dpa)

Dresdner Anhänger randalieren in Karlsruhe und verletzen Polizisten und Ordner - der Verein distanziert sich. Ein 21-jähriger Golfer gewinnt die Players Championship.

2. Bundesliga, Dresden: Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat die gewaltsamen Zwischenfälle beim Fußball-Zweitligaspiel Dynamo Dresden gegen Karlsruher SC verurteilt. "Wir mussten bei einem Fußballspiel wieder Dinge sehen, die wir wirklich nicht sehen wollen", sagte er mit Blick auf die Ausschreitungen am Rande des Spiels am Sonntag in Karlsruhe. "Das können wir nicht einfach ignorieren. Das zeigt, wie notwendig es ist, dass wir uns intensiv mit dem Thema beschäftigen."

Vor der Begegnung war es zu Ausschreitungen der Dynamo-Fans beim Betreten des Stadions gekommen, auch Pyrotechnik wurde gezündet. Zudem soll ein Großteil der rund 2000 Schlachtenbummler in Camouflage-Shirts mit der Aufschrift "Football Army Dynamo Dresden" sowie der dazugehörigen Gesichtstarnung und Mütze den Eingangsbereich überrannt und die Imbissstände im Gästebereich geplündert haben. Dabei wurden laut Polizei 21 Ordner und 15 Polizisten verletzt. Während der Zweitliga-Partie ließen Dynamos-Anhänger auch unter dem Applaus der Karlsruher Haupttribüne plakativ einen Panzer rollen, erklärten dem DFB symbolisch den Krieg. "Gewalt, Kriegsrhetorik & Panzer auf Zaunfahnen? Die SGD ist stark und ruhmreich. Aber ganz gewiss nicht so", twitterte Dynamo noch Sonntagabend und verurteilte die Vorkommnisse.

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Golf, Players Championship: Als jüngster Sieger der Geschichte hat der Südkoreaner Kim Si-woo die Players Championship in Ponte Vedra Beach/Florida gewonnen. Der 21-Jährige schloss mit einer 69 und insgesamt 278 Schlägen vor den mit 281 gemeinsam zweitplatzierten Ian Poulter (England) und Louis Oosthuizen (Südafrika) ab. Kim ist nach seinem Landsmann K.J. Choi 2011 der zweite asiatische Sieger bei der "Players".Deutschlands Topgolfer Martin Kaymer (Mettmann) beendete das Turnier mit einer schwachen Schlussrunde. Der zweimalige Major-Sieger benötigte auf dem Par-72-Platz 78 Schläge und schloss die mit 10,5 Millionen Dollar dotierte Veranstaltung mit insgesamt 297 Schlägen auf dem geteilten 69. Platz ab. Kaymer spielte auf der vierten Runde mit drei Birdies und nur zwei Bogeys zufriedenstellende erste neun Bahnen. An Loch 16 kassierte der 32-Jährige allerdings ein Double Bogey, auf der 18 sogar ein Triple Bogey. Die ersten beiden Runden hatte Kaymer Par gespielt, am Samstag benötigte er 75 Schläge.Olympia-Teilnehmer Alex Cejka (München) hatte am Samstag die Schlussrunde, für die sich 71 Spieler qualifizierten, durch eine äußerst schwache 79 verpasst. Altmeister Bernhard Langer (Anhausen) war bereits am Freitag am Cut gescheitert.

Basketball, NBA: Die Golden State Warriors haben das erste Playoff-Halbfinale der nordamerikanischen Basketballliga NBA gewonnen. Der Titelfavorit siegte am Sonntag (Ortszeit) zum Auftakt der "Best-of-Seven"-Serie gegen die San Antonio Spurs mit 113:111 (42:62) und führt mit 1:0. Die zweite Partie steigt am Dienstag (Ortszeit) ebenfalls in Oakland.Dabei sah es lange Zeit nach einer kleinen Überraschung aus. San Antonio lag teilweise mit 25 Punkten vorne. Vor allem die Top-Stars Kawhi Leonard und LaMarcus Aldridge trafen wie sie wollten. "In der ersten Hälfte lief nichts zusammen", monierte Warriors-Profi Stephen Curry. Der Spielmacher führte sein Team in der zweiten Halbzeit Punkt um Punkt an die Texaner heran. Vier Minuten vor der Schlusssirene übernahmen die Gastgeber die Führung und konnten sie über die Ziellinie retten. "Sie waren hungrig, haben toll zusammengespielt und wir haben Fehler gemacht", erklärte Spurs-Trainer Gregg Popovich.Curry überragte mit 40 Punkten, auch Kevin Durant war mit 34 Zählern ein wichtiger Faktor beim Warriors-Sieg. Für die Spurs waren Leonard (28) und Aldridge (26) die auffälligsten Spieler. Leonard musste dazu mit einer Verletzung am linken Sprunggelenk vorzeitig im dritten Viertel in die Kabine. "Es gibt noch keine Diagnose", sagte Popovich direkt nach der Begegnung.

Fußball, Nürnberg: Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg spielt ab der neuen Saison im Max-Morlock-Stadion. Das teilte der "Club" am Sonntag vor dem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf mit. Bei der von einer Bank als Sponsor gestarteten Sammelaktion für die neue Namensgebung kam allerdings weniger Geld als geplant zusammen. Am Sonntagnachmittag stand die Summe bei 334 000 Euro - weit entfernt von den angepeilten 800 000 Euro. "Insgesamt haben sich die Unterstützer des Fundings mit über 330 000 Euro beteiligt. Diese großartige Leistung hat uns sehr beeindruckt. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, die Summe aufzustocken und das Crowdfunding damit erfolgreich abzuschließen", sagte Kai Friedrich, Vorstandschef der Consorsbank.Die Bank hatte einen Dreijahresvertrag über 3,2 Millionen Euro mit der Stadt als Eigentümer des Stadions abgeschlossen. Im Rahmen des Sponsor-Vertrags sollte das Stadion nach "Club"-Legende und 1954er-Weltmeister Max Morlock benannt werden - jetzt dürfen sich die FCN-Fans freuen. Seit der Vertrag mit dem früheren Namensgeber ausgelaufen ist, heißt das ehemalige Grundig-Stadion einfach Stadion Nürnberg. Die Arena am Max-Morlock-Platz wird auch Frankenstadion genannt.

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