Das Dolly

Clubs kommen und gehen im Reykjavíker Nachtleben schnell: Sirkus (2008 geschlossen), Karamba (2010 geschlossen) und Faktorý (2013 geschlossen) stehen für das Verschwinden einzigartiger Bars und Spielstätten in den vergangenen Jahren. Doch sie machen Platz für Neues. Das "Dolly" (Hafnarstræti 4) eröffnete im August 2012 und ist für Freunde elektronischer Tanzmusik die erste Adresse. Um Mitternacht ist es noch leer, doch zwei Stunden später ächzt der Holzboden unter der tanzenden Menge, Schweiß kondensiert an der niedrigen Decke. Wem es zu heiß wird, flüchtet in den etwas weniger überfüllten ersten Stock. Die Getränkepreise sind moderat, der Eintritt ist wie in fast allen anderen Clubs und Bars kostenlos. Frühes Erscheinen lohnt sich, denn zu später Stunde und in Eiseskälte wird das Warten in der Schlange vor der Wellblechhütte lang.

Ein weiterer empfehlenswerter Neuzugang ist die Kaldi Bar (Laugavegur 20b), die sich auf den Ausschank von isländischem Bier spezialisiert hat. Sie eignet sich für einen Feierabend-Absacker oder als Ausgangspunkt für eine lange Nacht. Der Lautstärkepegel ist angenehm niedrig. Für Hobby-Pianisten steht ein gestimmtes Klavier bereit.

Bild: Andrea Landinger 5. November 2013, 13:572013-11-05 13:57:05 © SZ.de/cag/kaeb