Sierra de Guara in HuescaDurch die spanischen Canyons

Die tiefen Schluchten der Sierra de Guara im Nordosten Spaniens sind ein Paradies für Kletterer. Doch nur Wanderer lernen den Naturpark mit Blick auf die Pyrenäen wirklich kennen. Und nur die Mutigsten steigen bis in die Grotten hinab.

Die tiefen Schluchten der Sierra de Guara im Nordosten Spaniens sind ein Paradies für Kletterer. Doch nur Wanderer lernen den Naturpark mit Blick auf die Pyrenäen wirklich kennen. Und nur die Mutigsten steigen bis in die Grotten hinab. Eine Bilderreise von Thomas Meins.

Als der erste Schrei durch die Mascún-Schlucht gellt, zucken die Wanderer zusammen. Aber es ist niemand von den steilen Felsen gestürzt, im Gegenteil. Wer hier schreit, schreit vor Glück: Er hat es mit einem letzten Armzug hoch auf den Rand der Schlucht geschafft. Der Barranco (Schlucht) del Mascún in der Sierra de Guara ist ein Eldorado für Kletterer, die sich hier an Felsüberhängen, Höhlen und schroffen Kalkwänden hinauf hangeln. Eine spektakuläre und kraftraubende Art, diese Landschaft zu erkunden. Aber es geht auch bequemer. Zahlreiche Wanderwege erschließen die Sierra de Guara mit ihren bis zu 200 Meter tiefen Schluchten, schäumenden Flüssen und bizzaren Felsformationen. Und wer sich etwas tiefer in das Schluchten-Labyrinth hineinwagt, trifft weder auf Kletterer noch andere Menschen, sondern auf Natur und Geschichte.

Bild: Turespaña 19. August 2013, 13:122013-08-19 13:12:06 © Süddeutsche.de/kaeb