Weimar Gedenkstätte geschändet

Ein Gedenkprojekt für Opfer des Nationalsozialismus in Weimar ist zum wiederholten Mal beschädigt worden. Das Projekt soll an die Todesmärsche aus dem Konzentrationslager Buchenwald sowie an die Opfer des Euthanasie-Programms der Nationalsozialisten erinnern. Wie das Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda am Dienstag mitteilte, zerstörten Unbekannte bereits am Donnerstag drei junge Bäume der "1000 Buchen"-Initiative und beschädigten Gedenktafeln. Zuletzt seien etwa zu Jahresbeginn Gedenkschilder herausgerissen und im Wald verscharrt worden. "Es ist kein Zufall, dass immer wieder unsere Bäume betroffen sind. Wir gehen von gezielten, politisch motivierten Taten aus und haben natürlich Anzeige erstattet", erklärte die Vorstandsvorsitzende Rola Zimmer. Auch die Stadt Weimar geht von einem politischen Hintergrund der Taten aus.