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Vereinte Nationen:75 Jahre UN-Charta

Der Ort für den Aufbruch war mit Bedacht gewählt. Die Gedenkhalle für die Kriegsveteranen in San Francisco unterstrich, was die Unterzeichner der Charta der Vereinten Nationen - der "Verfassung" der UN - am 26. Juni 1945 nach zwei Weltkriegen nicht mehr wollten: Eine Welt in Trümmern und Millionen Tote und Verletzte. Nach der deutschen Kapitulation sollte eine neue Organisation den diplomatischen Boden für den Weltfrieden, den Schutz der Menschenrechte und die bessere internationale Zusammenarbeit bereiten. Der Weltfrieden ist heute noch fern, doch seit Gründung der UN ist die Zahl der Kriegstoten deutlich gesunken, auch bei Hungersnöten haben etliche Missionen maßgeblich zur Senkung der Opferzahlen beigetragen. Unterorganisationen wie die für Gesundheit (WHO), Handel (WTO) oder Kultur (Unesco) bildeten bewährte Scharniere zwischen den Ländern.

© SZ vom 26.06.2020 / dpa

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