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Venezuela:Maduro droht Anklage in USA

Präsident von Venezuela

Die USA erkennen Nicolás Maduro nicht mehr als legitimes Staatsoberhaupt Venezuelas an.

(Foto: Matias Delacroix/dpa)

Die USA klagen Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro und 14 seiner Vertrauten wegen Drogenhandels und Geldwäsche an. Sie hätten das Land gleichsam in eine kriminelle Organisation für Drogenschmuggler und Terroristen verwandelt und Venezuela Milliarden Dollar gestohlen. US-Justizminister William Barr erläuterte die Anklage am Donnerstag. Das Außenministerium lobte 15 Millionen Dollar für Informationen aus, die zu Maduros Festnahme führen. Die US-Regierung hat Oppositionsführer Juan Guaidó als legitimen Interimspräsidenten anerkannt und fordert einen Machtwechsel in Caracas.

Guaidó kann sich bisher aber nicht durchsetzen. Die Ermittlungen gegen Maduro liefen seit mindestens zehn Jahren, sagte Barr. Der Justizminister setzte Kopfgelder von zehn Millionen Dollar auch aus auf den Vorsitzenden der Verfassungsgebenden Versammlung, Diosdado Cabello, den Ex-Chef des Militärgeheimdienstes und Venezuelas Industrieminister. Viele Militärs und Politiker im Land sollen in illegalen Bergbau, Drogen- und Waffenhandel verwickelt sein. Bei Verurteilung würden Maduro mindestens 50 Jahre Haft drohen.

© SZ vom 27.03.2020 / AP
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