US-Präsidentschaftswahl 2020 Das Bewerberfeld der Demokraten wächst

Julián Castro beim Verkünden seiner Kandidatur auf einer Veranstaltung in San Antonio in Texas.

(Foto: AFP)
  • Bei den Demokraten in den USA intensiviert sich die Phase der Kandidatensuche für die Präsidentschaftswahl 2020.
  • Am Wochenede haben sowohl der frühere Minister Julián Castro aus Texas als auch die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard aus Haiwaii ihre Kandidatur angekündigt.

Ein Jahr vor dem Beginn der wichtigen Vorwahlen in den USA haben weitere Demokraten ihre Kandidatur verkündet. Die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard, die vor zwei Jahren durch ein Treffen mit dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad Schlagzeilen machte, sagte dem Fernsehsender CNN, sie trete an. Am Samstag folgte der ehemalige Wohnungsbauminister Julián Castro.

Die parteiinternen Vorwahlen, mit denen die Demokraten ihren Kandidaten oder ihre Kandidatin für die eigentliche Wahl im November 2020 ermitteln, beginnen im Februar 2020 in dem Bundesstaat Iowa. Es gilt als wahrscheinlich, dass das Bewerberfeld sehr groß sein wird.

Politik USA Trump will Notstand nicht "so schnell" ausrufen
USA

Trump will Notstand nicht "so schnell" ausrufen

Auch wenn dies für ihn eine "leichte Lösung" wäre. Der Shutdown ist inzwischen zum längsten in der Geschichte der Vereinigten Staaten geworden. Fluglotsen klagen gegen die Regierung.

Ende Dezember hatte bereits die linke Senatorin Elizabeth Warren einen Grundstein für eine mögliche Kandidatur gelegt. Sie gründete ein Komitee, das ihre Chancen ausloten soll. Daneben gelten der frühere Vizepräsident Joe Biden sowie der unabhängige Senator Bernie Sanders, der 2016 im Vorwahlkampf gegen Hillary Clinton gescheitert war, als mögliche Bewerber. Auch den Senatoren Kamala Harris, Cory Booker, Kirsten Gillibrand und Amy Klobuchar sowie dem Ex-Kongressabgeordneten Beto O'Rourke werden Präsidentschaftsambitionen nachgesagt.

Tulsi Gabbard, die für Hawaii im Repräsentantenhaus sitzt, sagte, sie werde ihren Entschluss formell nächste Woche ankündigen. Als zentrale politische Anliegen nannte die 37-Jährige den Zugang zu Gesundheitsversorgung, eine Reform des Strafrechts und Klimafragen. Gabbard, die Militärinterventionen ablehnend gegenübersteht und selbst Veteranin ist, hatte sich im Januar 2017 mit Assad getroffen, als sie sich für eine Woche in Syrien und dem Libanon aufhielt. Für das Treffen mit dem international geächteten Präsidenten wurde Gabbard von vielen kritisiert.

Julián Castro, der unter Barack Obama Minister für Wohnungsbau und Stadtentwicklung war, verkündete seine Kandidatur am Samstag bei einem Auftritt in seiner Heimatstadt San Antonio in Texas. Der 44-Jährige sagte, es sei an der Zeit, für "neue Führungsstärke und neue Energie" zu sorgen. Er kündigte an, im Falle eines Wahlsiegs als erste Amtshandlung den Wiedereintritt der USA in das Pariser Klimaabkommen einleiten zu wollen. Castro könnte unter den vielen möglichen demokratischen Anwärtern der einzige mit lateinamerikanischer Abstammung sein und damit eine wichtige Wählergruppe an sich binden.

Politik USA Kommt nur her

USA

Kommt nur her

Sie ist eloquent, links und kann tanzen. Das ist für Republikaner kaum auszuhalten. Für manche Demokraten auch nicht. Vom Aufstieg der Alexandria Ocasio-Cortez.   Von Hubert Wetzel