bedeckt München 14°

Trendmonitor für Facebook, Twitter und Google Plus:Welche Partei heute boomt und welche stagniert

Wachstum, Wachstum, Wachstum: Alle deutschen Parteien legen im Wahlkampf an Fans und Followern in den sozialen Netzwerken zu. Doch welche boomt aktuell wirklich, welche nicht? Der ständig aktualisierte Parteitrend-Monitor für Facebook, Twitter und Google Plus von SZ.de verrät es ab sofort.

Wachstum ist die Währung des Erfolgs in den sozialen Netzwerken. Wer mehr Fans, Freunde oder Anhänger hat und schneller sammelt als andere, gilt als modern - und wehe, ein plötzlicher Follower-Boom kann nicht recht erklärt werden. Der neue Social-Media-Monitor von SZ.de misst nun das Wachstum der deutschen Parteien auf Facebook, Twitter und Google Plus und stellt es in Relation zueinander. Wer hat gerade einen guten Tag, bei wem lässt der Zuspruch aktuell eher nach?

  • Was Sie hier sehen

Auf unserer Startseite bekommen Sie ab sofort im Politikbereich eine Kompaktversion der Social-Media-Analyse neben den aktuellen Wahlumfragen präsentiert. Aber nur die Grafik oben gibt Ihnen den ganzen Überblick über die Bewegung der vergangenen Tage - mit farbigen Pfeilen für jedes einzelne Netzwerk.

Wir vergleichen das Wachstum jeder Partei auf Twitter, Facebook und Google Plus in den vergangenen 24 Stunden mit dem Wachstum in der vergangenen Woche.

Wer stärker wächst als im Wochentrend, bei dem geht der Pfeil des jeweiligen Netzwerks nach oben. Wer schwächer wächst, bei dem geht der Pfeil nach unten. Bei Facebook können wir außerdem täglich ermitteln, wie viele Leute über jede Partei reden. Diese Zahl setzen wir ins Verhältnis zum Wochenschnitt und stellen mit einem eigenen Pfeil dar, ob die vergangenen 24 Stunden über- oder unterdurchschnittlich gut gelaufen sind.

  • Was Sie wissen sollten

Die Parteien und die Spitzenkandidaten sind in den sozialen Netzwerken extrem unterschiedlich stark vertreten, mit zum Beispiel den Grünen als Twitter-Champions und Angela Merkel als Facebook-Leitfigur der deutschen Politik. Kein Wunder: Manche haben ihren Einsatz in einigen sozialen Medien früher angefangen als in anderen. Manche sind einfach früher drangewesen als die politische Konkurrenz. Manche haben insgesamt mehr Popularität und bekommen deshalb eine höhere Grundsympathie entgegengebracht, heißt: Sie wachsen standardmäßig schneller. Die schiere Größe der Fan- oder Followerzahl ist deshalb kein guter Indikator dafür, bei wem gerade die meiste Bewegung ist.

Genau deshalb haben wir uns dafür entschieden, das Wachstum als Messgröße zu nutzen und den 24-Stunden-Wert mit dem Trend der vergangenen Woche zu vergleichen. Wenn Sie wissen wollen, wie viele Fans und Follower eine Partei in Summe hat, erfahren Sie das, wenn Sie in der Grafik links über den Parteinamen fahren. Dort sehen Sie auch, welche Social-Media-Konten wir genau auswerten.

  • Was die Grenzen sind

Nicht sinnvoll darstellbar ist leider, wie viele Menschen auf Twitter über die Parteien reden. Denn die offiziellen Konten wie @CDU_news werden nur selten explizit referenziert, man müsste also Hashtags wie #CDU analysieren. Das aber stößt an Grenzen bei Parteien wie den #Grünen, die man auch #Grüne, #B90Grüne, #Bündnis90 oder anders taggen kann - noch dazu mit Verwechslungsgefahr wegen der Farbe #Grün.

Und noch ein Punkt: Wir messen zwar den Trend der aktuell in Landtagen und dem Bundestag vertretenen demokratischen Parteien (und demnächst auch noch der AfD), können aber wegen der schieren Masse zum Beispiel nicht die Social-Media-Profile jedes Politikers jeder Partei auswerten - auch wenn einzelne Politiker sogar erfolgreicher sind als ihre Partei (etwa bei den Piraten).

Eine Ausnahme machen wir jetzt im heißen Wahlkampf nur bei den Spitzenkandidaten Angela Merkel und Peer Steinbrück, wobei Merkel immer noch nicht auf Twitter ist. Hier haben wir das Wahlkampf-@teamdeutschland der CDU als Platzhalter für sie eingetragen. Der Regierungssprecher @regsprecher, Steffen Seibert, wäre eine Alternative gewesen.

Aber er spricht ja für die Bundeskanzlerin Merkel - nicht für die CDU-Vorsitzende und Wahlkämpferin.

© Süddeutsche.de

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite