Dabei wirkte er mit seinem Pendant auf Seiten der Union, Volker Kauder, als Stabilisator der bei den Sozialdemokraten ungeliebten Koalition. Gleichzeitig attackierte er wiederholt öffentlich die Kanzlerin ("Weiß nicht, wofür sie steht", "Kann mich nicht leiden und ich sie nicht").

Bereits 2008 gab Struck seinen Rückzug aus der aktiven Politik nach der Bundestagswahl 2009 bekannt, die für die SPD mit 23 Prozent der Stimmen ein Desaster bedeutete. Struck schrieb seine Memoiren ("So läuft das") und wurde Ende 2010 zum Vorsitzenden der Friedrich-Ebert-Stiftung gewählt. Dieses Amt hatte er bis zu seinem Tod inne. Struck hinterlässt seine Ehefrau und drei Kinder.

Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb 3. Januar 2013, 15:232013-01-03 15:23:00 © SZ.de/Munzinger/dpa/mikö/feko/lala