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Thailand:Behörden schlagen zurück

Die thailändische Bürokratie geht gegen eine von Demonstranten angebrachte Messingplatte zur Erinnerung an den Kampf um Demokratie vor. Keine 24 Stunden, nachdem Aktivisten die Tafel in den Boden des Sanam-Luang-Platzes in Bangkok eingelassen hatten, ist sie bereits entfernt worden. Journalisten entdeckten am Montagmorgen nur noch ein Loch im Zement. Die Polizei teilte mit, ihr lägen Anzeigen der Stadtverwaltung und der Kunstabteilung vor, dass eine archäologische Stätte zerstört wurde. Die Demonstranten verlangen unter anderem eine strenge Kontrolle der Finanzen des Königshauses. Dies wirkt auf viele in Thailand unerhört, wo die Monarchie als sakrosankt gilt und Majestätsbeleidigung mit bis zu 15 Jahren Gefängnis bestraft werden kann. Die Demonstranten betonen, sie wollten die Monarchie nicht abschaffen, sondern reformieren.

© SZ vom 22.09.2020 / AP

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