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Terror in Paris:Belgische Ermittler suchen zwei weitere Terrorverdächtige

Belgium searching for two new suspects linked to Paris attacks

Mit diesen Fotos sucht Belgiens Staatsanwaltschaft nach den Männern, die sich als Soufiane Kayal (l) und Samir Bouzid ausgegeben haben.

(Foto: dpa)
  • Im Zusammenhang mit den Pariser Terroranschlägen sucht Belgiens Staatsanwaltschaft nach zwei weiteren Verdächtigen.
  • Die beiden Männer sollen mit dem Hauptverdächtigen Salah Abdeslam gut zwei Monate vor den Attentaten in einem Auto in Ungarn kontrolliert worden sein.
  • Anhand von Fahndungsbildern erhoffen sich die Ermittler Hilfe aus der Bevölkerung - die Namen der Flüchtigen sind unbekannt.

Beide saßen mit Salah Abdeslam im Auto, als es kontrolliert wurde

Drei Wochen nach den Terroranschlägen von Paris suchen belgische Ermittler zwei weitere Verdächtige. Diese sollen mit dem Terrorverdächtigen Salah Abdeslam gut zwei Monate vor den Attentaten in Ungarn gewesen sein, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag in Brüssel mit. Die Polizei warnte, die Männer seien gefährlich und wahrscheinlich bewaffnet. Die beiden hätten gefälschte Ausweise mit den Namen Samir Bouzid und Soufiane Kayal bei sich getragen. Mit veröffentlichten Fotos der Verdächtigten bittet die Staatsanwaltschaft um Mithilfe bei ihrer Suche.

Belgische Verdächtige

Die Männer, die vorgaben, Soufiane Kayal und Samir Bouzid zu heißen.

(Foto: Belgische Polizei)

Am 9. September sollen sie mit Abdeslam in einem Mercedes unterwegs gewesen sein, als dieser an der ungarisch-österreichischen Grenze kontrolliert wurde. Laut Staatsanwaltschaft wurde unter dem falschen Namen Kayals ein Haus in der belgischen Stadt Auvelais gemietet. Dort seien möglicherweise die Bomben der Selbstmordattentäter hergestellt worden, die bei den Anschlägen am 13. November in Paris genutzt worden seien.

Nach belgischen Behördenangaben wurde der falsche Ausweis auf den Namen Bouzid am 17. November abends in einem Büro des Finanzdienstleisters Western Union in der Region Brüssel benutzt, um eine Geldanweisung über 750 Euro zu tätigen. Diese ging demnach an Hasna Ait Boulahcen, die Cousine des mutmaßlichen Drahtziehers der Anschläge, Abdelhamid Abaaoud. Boulahcen und Abaaoud kamen am 18. November ums Leben, als die französische Polizei ihr Versteck in einem Pariser Vorort stürmte.

Abdeslam gilt seit der Pariser Terrorattacke vom 13. November in Belgien als Staatsfeind Nummer Eins. Er ist der Bruder eines der Pariser Selbstmordattentäter und weiter flüchtig.

© sz.de/dpa/ap/max/bepe
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