Sudan:Demonstranten getötet

Bei Demonstrationen für Demokratie im Sudan sind 15 Zivilisten durch scharfe Munition getötet worden. Zudem sollen Sicherheitskräfte versucht haben, die Versorgung von Verletzten in der Hauptstadt Khartum zu behindern, erklärte das Zentralkomitee der sudanesischen Ärzte (CCSD) in der Nacht zum Donnerstag. Am Mittwoch hatten viele Menschen gegen die Machtübernahme des Militärs protestiert. Sicherheitskräfte seien mit Tränengas vorgegangen und hätten wichtige Brücken und Straßen gesperrt, berichtete der Sender Al-Dschasira. Seit dem Putsch am 25. Oktober sind die meisten Telefon- und Internetverbindungen blockiert. Das Militär hat die Zivilregierung aufgelöst, Machthaber General Abdel Fattah al-Burhan ist Vorsitzender eines Übergangsrates. Sein Stellvertreter Mohamed Hamdan Dagalo ist Kommandeur einer aus einer Miliz hervorgegangenen Spezialeinheit. Beide sollen an schweren Menschenrechtsverletzungen beteiligt gewesen sein.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB