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Schweden:Regierung will eingreifen

Die schwedische Regierung bemüht sich um mehr Durchgriffsrechte im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Unter anderem geht es um das Recht, Flughäfen oder Bahnhöfe ohne Zustimmung des Parlaments zu schließen. "Wir haben gesehen, wie rasch sich die Lage in Schweden und Europa verändern kann, und wir brauchen mehr Möglichkeiten, um schnell reagieren zu können, sollte das nötig werden", erklärte Gesundheitsministerin Lena Hallengren. Anders als die meisten Staaten Europas hat Schweden das öffentliche Leben bisher kaum eingeschränkt. Schulen sind geöffnet, auch Restaurants oder Fitness-Studios. Die Zusatzbefugnisse sollen zunächst für drei Monate gelten. Das Parlament soll die Möglichkeit erhalten, den Maßnahmen schnellst möglich zuzustimmen. Die Verhängung des Kriegsrechts zähle nicht dazu. Dänemark hingegen plant, die Einschränkungen ab 15. April zu lockern, teilte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen mit.

© SZ vom 07.04.2020 / Reuters

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