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Sachsen-Anhalt:Rechtsextreme prügeln Griechen krankenhausreif

Eine Gruppe Rechtsextremisten randaliert vor seinem Lokal, wirft Flaschen und pöbelt herum. Als der 30 Jahre alte Grieche in Köthen in Sachsen-Anhalt aus der Tür tritt, wird er zusammengeschlagen. Er muss in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Einer gegen zehn. In der Nacht zum Sonntag ist in Köthen in Sachsen-Anhalt ein Grieche krankenhausreif geschlagen worden. Die Täter: bis zu zehn mutmaßliche Rechtsextremisten.

Die Gruppe junger Leute zwischen 18 und 25 Jahren hätten zunächst vor dem Restaurant des Mannes randaliert, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft von Dessau-Roßlau mit. Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet auf ihrer Webseite, dass Flaschen geflogen und Blumenkästen demoliert worden seien und die Randalierer lautstark herumgepöbelt hätten.

Als der 30-jährige Restaurantbesitzer vor die Tür seines Lokals trat, sei er unvermittelt aus der Gruppe heraus angegriffen und mit Fäusten traktiert worden. Dabei hätten die Angreifer ihr Opfer mit ausländerfeindlichen und volksverhetzenden Begriffen beleidigt und beschimpft.

Der Grieche erlitt Kopfverletzungen und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Die Bachstadt Köthen, die so heißt, weil der Komponist dort im 18. Jahrhundert sechs Jahre seines Lebens verbrachte, liegt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld zwischen Halle und Magdeburg.

© Süddeutsche.de/dapd/leja

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