Protestlogo gegen Atomkraft Die Leute wollen das alte Logo

Entstanden ist das Logo 1975 in Dänemark. Zwei 21-jährige Anti-Atomkraft-Aktivisten wollten mit ihm ein "freundliches und offenes Symbol entwerfen, das den Dialog in den Vordergrund stellt", heißt es auf der Webseite Smilingsun.org der dänischen Urheberorganisation OOA. Von Dänemark aus eroberte das Logo schnell die Welt. In 45 Sprachen ist es inzwischen erhältlich, darunter fast alle europäische Sprachen, aber auch Japanisch, Arabisch, Hebräisch und sogar Grönländisch. Schon von 1976 an ließen Organisationen in verschiedenen Ländern das Logo schützen, 2004 wurde die rote Sonne als EU-Warenzeichen eingetragen. Seit 2000 hängt der ursprüngliche Entwurf im Dänischen Nationalmuseum.

Kein anderes Protest-Logo ist weltweit so bekannt wie die lachende Sonne.

(Foto: ddp)

Vor zwei Jahren dann hätten sie schon darüber nachgedacht, das alte Design zu modernisieren, gesteht Jochen Stay. "Aber wir wollten explizit die Leute ansprechen, die schon früher demonstriert haben", sagt er. Auch von jungen Aktivisten hätte das Logo viel positives Feedback erhalten. "Es gab in den vergangenen Jahren viele Versuche, die lachende Sonne irgendwie zu verändern", erzählt der Ausgestrahlt-Sprecher, "das Greenpeace-Magazin hat zum Beispiel schon zweimal für teures Geld einen Designer damit beauftragt."

Doch die Menschen wollten nun einmal das alte Logo. "Es gibt kaum ein Symbol der Protestbewegung, das weltweit so bekannt ist", denkt Stay. Eine kleine Änderung hat Ausgestrahlt dennoch vorgenommen: Die ursprüngliche Sonne hatte die Augen geschlossen, in der neuen Version schaut sie mit offenem Blick auf die Demonstranten. Und auf die Politiker, gegen deren Entscheidungen diese protestieren.

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