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Proteste in Venezuela:Kerry wirft Maduro "Terror" gegen die Bevölkerung vor

National police detain an anti-government protester during a protest against Nicolas Maduro's government in Caracas

Die Polizei in Caracas geht hart gegen die Demonstranten vor.

(Foto: REUTERS)

Venezuela wird von Protesten gegen die linke Regierung erschüttert, mindestens 28 Menschen wurden bereits getötet. Für US-Außenminister Kerry ist dies eine "Terrorkampagne", die Regierung um Nicolás Maduro vermutet eine Verschwörung aus Washington.

US-Außenminister John Kerry hat der Regierung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro eine "Terrorkampagne" gegen die eigene Bevölkerung vorgeworfen. Das Außenministerium suche nach Wegen, damit die Regierung Maduro die Bürger einbeziehe und respektvoll behandle, sagte Kerry dem Außenpolitik-Ausschuss im Kongress in Washington. "Damit er diese Terrorkampagne gegen seine eigenen Leute beendet und hoffentlich beginnt, die Menschenrechte auf angebrachte Art und Weise zu respektieren", so Kerry.

Maduro hingegen macht die Opposition für die Gewalt mitverantwortlich. Seit Wochen lade er die Opposition zu Gesprächen ein, sagte Maduro. "Sie haben sich geweigert, weil sie letztendlich Komplizen in dieser Gewalt sind, daran zweifeln wir nicht." Bei den seit Wochen andauernden Protesten gegen die linke Regierung sind nach offiziellen Angaben bislang 28 Menschen ums Leben gekommen. Zudem seien 365 Menschen verletzt worden, darunter mehr als 100 Polizisten und Soldaten, wie Generalstaatsanwältin Luisa Ortega Díaz im Interview mit dem Sender Globovisión mitteilte.

Unter den Opfern befänden sich drei Mitglieder der militarisierten Polizei Guardia Nacional, die durch Schüsse getötet worden seien. "Das zeigt uns, dass die Demonstrationen nicht friedlich, sondern gewalttätig gewesen sind", sagte Ortega Díaz, die in Genf an einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrates teilnahm. Das venezolanische Oppositionsbündnis MUD sprach unter Berufung auf inoffizielle Berechnungen von über 900 Verletzten.

Die landesweiten Proteste der Opposition richten sich gegen die Politik der sozialistischen Regierung, gegen Mangelwirtschaft, Versorgungsengpässe und den als autoritär empfundenen Regierungsstil Maduros. Die Regierung wertet die Demonstrationen als Putschversuch, der angeblich auch von Washington unterstützt wird.