Warschau Nationalisten-Aufmarsch endet in Krawallen

  • In Warschau ist es am Rande eines Aufmarsches rechtsgerichteter und nationalistischer Gruppen zum polnischen Unabhängigkeitstag zu Ausschreitungen gekommen.
  • Mehrere hundert Hooligans griffen Polizisten mit Steinen an und feuerten Feuerwerkskörper ab.
  • 23 Polizisten und 24 weitere Menschen wurden verletzt, etwa 280 Randalierer festgenommen.

In Warschau haben sich am Rande einer Demonstration von Nationalisten zum polnischen Unabhängigkeitstag schwere Krawalle ereignet. Nach Ausschreitungen rechtsgerichteter und nationalistischer Gruppen wurden etwa 280 Gewalttäter festgenommen. Ein Polizeisprecher sagte, 23 Polizisten und 24 weitere Menschen seien bei den Ausschreitungen verletzt worden.

Polizei feuert Gummigeschosse auf Steinewerfer

Mehrere hundert größtenteils vermummte Randalierer griffen Polizisten mit Pflastersteinen an und feuerten Feuerwerkskörper ab. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Gummigeschosse gegen die Gewalttäter ein. Die Organisatoren des Marschs "Armee der Patrioten" mit mehreren zehntausend Teilnehmern versuchten, die Demonstranten zu beruhigen. Trotzdem kam es zu einer mehr als zweistündigen Straßenschlacht vor dem Warschauer Nationalstadion.

Bei dem alljährlichen Marsch durch Warschau am 11. November wird an Polens Rückkehr zur Unabhängigkeit 1918 erinnert. Dabei gibt es immer wieder Zusammenstöße zwischen den Sicherheitskräften und gewaltbereiten Demonstranten. Ein Demonstrationsmarsch mit Präsident Bronislaw Komorowski und Regierungschefin Ewa Kopacz verlief friedlich.