Politik kompakt Türkei erwägt Bodentruppen im Kampf gegen PKK

Die Türkei behält sich einem Bericht zufolge in ihrem Kampf gegen die PKK-Rebellen einen Einmarsch von Bodentruppen in den Irak vor. Angeblich ist die Armee bereits an der Grenze in Stellung.

Die Türkei behält sich in ihrem Kampf gegen die Rebellen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) einen Einmarsch von Bodentruppen in den Nordirak vor. Ein Einsatz am Boden könnte "jeden Moment" geführt werden, hänge aber von Gesprächen mit dem Nachbarland ab, sagte Innenminister Idris Naim Sahin nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu. Die Möglichkeit eines solchen Vorgehens werde derzeit geprüft.

Als letztes Mittel im Kampf gegen die kurdische Arbeiterpartei PKK erwägt die Türkei nach Medienberichten offenbar auch den Einsatz von Bodentruppen im Nordirak. Ein Indiz dafür sind auch die Truppenbewegungen an der türkisch-irakischen Grenze.

(Foto: REUTERS)

In Sicherheitskreisen hieß es, die türkische Armee habe in den vergangenen Wochen ihre Truppen bereits entlang der Grenze zum Nordirak zusammengezogen. Seit einigen Tagen fliege die Luftwaffe Aufklärungsflüge über die Region.

PKK-Rebellen hatten am Sonntagabend einen Polizeiposten und eine Kaserne im äußersten Südosten der Türkei angegriffen und fünf Menschen getötet. Zeitungsberichten zufolge berief Regierungschef Recep Tayyip Erdogan daraufhin am Montag ein Dringlichkeitstreffen von zivilen und militärischen Verantwortlichen ein, um die Möglichkeit für einen Bodeneinsatz auszuloten.

(AFP)