Politik kompakt Netanjahu verspricht nichts und fordert viel

In Washington verteidigt Israels Premier den Siedlungsbau in Jerusalem - und fordert die Palästinenser gleichzeitig zu Verhandlungen auf. Kurzmeldungen im Überblick

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den geplanten Bau neuer Siedlungen in Jerusalem verteidigt. "Jerusalem ist keine Siedlung, es ist unsere Hauptstadt", betonte Netanjahu in Washington. Auf einer Konferenz der pro-israelischen Lobbygruppe Aipac beschwor Netanjahu gleichzeitig die Notwendigkeit des Friedensprozesses mit den Palästinensern.

Die israelische Regierung nehme wahr, dass auch die Palästinenser dort lebten. "Wir wollen sie nicht regieren, wir wollen, dass sie als unsere Nachbarn in Würde und Frieden leben", sagte er unter lautem Beifall. Frieden könne nicht von außen kommen, sondern nur durch direkte Verhandlungen, in denen Vertrauen aufgebaut werde. "Präsident Abbas, kommen Sie und verhandeln über den Frieden", sagte Netanjahu an den Chef der palästinensischen Autonomiebehörde gerichtet.

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