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Warschau:Zehntausende bei rechtsextremem "Unabhängigkeitsmarsch"

  • In der polnischen Hauptstadt Warschau nahmen Zehntausende Menschen am sogenannten "Unabhängigkeitsmarsch" teil, den rechte Nationalisten organisierten.
  • Die Polizei verhinderte Zusammenstöße mit antifaschistischen Gegendemonstranten.

In Warschau haben sich Zehntausende am rechtsextremen "Unabhängigkeitsmarsch" beteiligt, zu dem polnische Nationalisten aufgerufen hatten. Die Teilnehmer schwenkten Nationalflaggen, zündeten Rauchbomben und Feuerwerkskörper. Einige skandierten Parolen wie "Gott, Ehre und Vaterland" und "Nein zur Europäischen Union". Seit zehn Jahren rufen die Rechten am 11. November zu der Kundgebung auf.

"Wir müssen zu unseren Wurzeln zurückkehren. Unsere Welt hat Gott und das Christentum verlassen", sagte Robert Bakiewicz, ein Organisator der Veranstaltung. "Wir werden sterben, wenn die Nationen Westeuropas im Sterben liegen."

Die Polizei verhinderte Zusammenstöße mit antifaschistischen Gegendemonstranten. Staatspräsident Andrzej Duda rief am Mittag in einer Festrede zur nationalen Einheit auf: "Wir alle sind Polen und haben gemeinsame polnische Aufgaben!"

Der 11. November ist polnischer Nationalfeiertag. An diesem Tag gedenkt das Land der Wiedererlangung seiner Unabhängigkeit am Ende des Ersten Weltkriegs 1918. Davor war Polen 123 Jahre lang unter seinen Nachbarländern Russland, Österreich-Ungarn und Preußen (später Deutsches Reich) aufgeteilt gewesen.

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