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NS-Zeit:23 KZ-Wachleute im Visier

Bundesweit ermitteln Staatsanwaltschaften laut einem Zeitungsbericht derzeit gegen 23 mutmaßliche KZ-Wachmänner- und -frauen. Die Zahl der Verfahren habe sich wegen des Todes oder der Verhandlungsunfähigkeit der über 90 Jahre alten Beschuldigten zuletzt weiter verringert, sagte der Leiter der Zentralen Stelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen, Jens Rommel, in Ludwigsburg der Tageszeitung. So habe etwa die Staatsanwaltschaft Erfurt im Jahr 2017 zehn Verfahren gegen ehemalige Aufseher des KZ Buchenwald nach Vorermittlungen übernommen. Davon seien Ende 2019 noch sechs Verfahren übrig geblieben, ohne dass die Ermittlungen bislang abgeschlossen werden konnten. Seit Oktober verhandelt das Hamburger Landgericht gegen Bruno D., einen früheren Wachmann im KZ Stutthof.

© SZ vom 30.12.2019 / epd

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