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NS-Opfer:Mehr Rechte für Nachfahren 

Mit einer Änderung des Staatsangehörigkeitsrechts will die Bundesregierung dafür sorgen, dass bislang nicht berücksichtigte Nachfahren NS-Verfolgter die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten können. Das Bundeskabinett billigte einen Entwurf von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), wonach künftig auch die Kinder und Enkel von Frauen, denen die Nationalsozialisten den Pass entzogen hatten, die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten können, wie das Ministerium am Mittwoch mitteilte. Sie seien bislang in "geschlechtsdiskriminierender Weise" ausgeschlossen gewesen, heißt es. Das gleiche gilt für uneheliche Kinder deutscher Väter, die unter den Nazis entrechtet wurden. Der Gesetzentwurf enthält den Angaben zufolge zudem eine Wiedergutmachungsregelung, nach der bislang benachteiligte Gruppen binnen zehn Jahren die deutsche Staatsangehörigkeit durch eine einfache Erklärung erhalten können.

© SZ vom 25.03.2021 / epd
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