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MH17-Abschuss:Ein grundsätzliches Problem der Luftfahrt

Noch am Tag des Abschusses der Antonow An-26 hatte die ukrainische Luftfahrtbehörde zwei solcher NOTAMs herausgegeben. Sie liefen darauf hinaus, dass der Luftraum zwischen knapp 8000 und 9753 Metern gesperrt war.

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Blumen auf den Wrackteilen erinnern an die Opfer des Absturzes von MH 17.

(Foto: Bulent Kilic/AFP)

Warum der Hinweis auf diese Warnmeldungen in dem Zwischenbericht fehlt, wollte der niederländische Christdemokrat Pieter Omtzigt von der Regierung in Den Haag erfahren und er fragte auch, wer für die Streichung dieser Stelle im Zwischenbericht verantwortlich sei.

Der Satz sei entfernt worden, um unterschiedliche Versionen des Zwischenberichts zu vermeiden, teilte die Regierung dem Oppositionspolitiker mit. An der Abfassung des Zwischenberichts waren Experten mehrerer Länder, darunter auch Vertreter der Ukraine, beteiligt.

Teure Sperrung

Die unzureichende Sperrung des Luftraums über der Ostukraine weist nach Ansicht von Experten auf ein grundsätzliches Problem der Luftfahrt hin. Die staatlichen Behörden, die entscheiden, ob sie den Luftraum sperren oder nicht, sind Behörden des jeweiligen Staates, der auch die Überfluggebühren einnimmt. Eine Sperrung des Luftraums über der Ostukraine wäre also teuer gewesen.

Zwar haben die diversen Fluglinien, die auch nach dem 14. Juli über der Ostukraine flogen, vom Abschuss einer Antonow in vergleichsweise großer Höhe gewusst. Aber zu entscheiden, was ein Krisengebiet ist oder nicht, "kann man nicht den Fluggesellschaften überlassen", sagt Anwalt Giemulla. "Die haben keine Geheimdienste oder sonstigen Erkenntnismöglichkeiten. Das haben die Staaten."

© SZ vom 04.12.2014/odg

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