Kohleausstieg:Warnung vor Wassermangel in der Spree

Mit dem Ausstieg aus der Braunkohleförderung in der Lausitz droht der Spree starker Wassermangel. Vor allem in Brandenburg und Berlin seien empfindliche Auswirkungen möglich, teilte das Umweltbundesamt (UBA) am Montag in Dessau-Roßlau bei der Veröffentlichung einer Studie mit. In trockenen Sommermonaten könne die Spree örtlich bis zu 75 Prozent weniger Wasser führen, weil mit dem Ende der Kohleförderung kein Grundwasser mehr aus den Gruben in den Fluss gepumpt werden solle, hieß es. Dies habe Konsequenzen für den Spreewald, seine Seen und Kanäle sowie die Trinkwasserversorgung in der Hauptstadtregion. UBA-Präsident Dirk Messner warnte, wenn nichts unternommen werde, "könnte die Spree in besonders warmen Monaten teilweise austrocknen". Die Studie schlägt vor, Talsperren und Wasserspeicher auszubauen. Haushalte, Industrie und Landwirtschaft sollten zudem mehr Wasser sparen.

© SZ vom 13.06.2023 / epd - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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