Ein weiterer potentieller Preisträger ist der ägyptische Google-Marketing-Manager Wael Ghonim. Über Facebook rief der 30-Jährige nach der Revolution in Tunesien zu einer ersten Demonstration gegen das Regime von Hosni Mubarak auf. "Revolution 2.0" nannte Ghonim die Proteste auf dem Kairoer Tahrir-Platz, an denen sich vom 25. Januar 2011 an zehntausende Ägypter beteiligten und die zum Sturz des ehemaligen Präsidenten führten. Auch nach eineinhalb Wochen in Gefangenschaft und dem Sturz Mubaraks kämpfte Ghonim weiter. Er selbst sieht sich nicht als Sprecher des Volkes oder als Held: Helden seien alle, die auf der Straße ihr Leben riskiert hätten.

Bild: ASSOCIATED PRESS 6. Oktober 2011, 18:282011-10-06 18:28:34 © sueddeutsche.de/lyb/dpa/dapd/Reuters/mcs