Judentum in Deutschland:Stiftung für Rabbinerausbildung

Zur Sicherung der Ausbildung von liberalen und konservativen Rabbinern in Potsdam hat der Zentralrat der Juden in Deutschland eine neue Stiftung auf den Weg gebracht. Die entsprechenden Unterlagen für einen Antrag zur Stiftungsgründung seien beim Brandenburger Wissenschaftsministerium eingereicht worden, teilen das Ministerium, der Zentralrat, das Bundesinnenministerium und die Kultusministerkonferenz in einer gemeinsamen Erklärung am Montag in Potsdam mit. Die Ausbildungsstätten für beide Zweige des Judentums sind An-Institute der Universität Potsdam. Der Zentralrat hatte vor einem Jahr solch ein Stiftungsmodell erstmals ins Gespräch gebracht und ein entsprechendes Eckpunktepapier vorgestellt. Hintergrund der Reform der Rabbinerausbildung am Standort Potsdam waren Anschuldigungen gegen Rabbiner Walter Homolka. Der Rektor des Abraham-Geiger-Kollegs, das in Potsdam liberale Rabbinerinnen und Rabbiner sowie Kantorinnen und Kantoren ausbildet, hatte sich im Dezember 2022 von der Spitze des Kollegs zurückgezogen.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: