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Iran:Gabriel setzt auf Diplomatie

Der Wirtschaftsminister weist Kritik an seinem Iran-Besuch zurück. Er plädiert für "Kontakte statt Konflikte".

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat die Kritik an seinem Iran-Besuch zurückgewiesen. In einer Welt mit so vielen Konflikten sei es sinnvoll, der Regel "Kontakte statt Konflikte" zu folgen, sagte der SPD-Chef. Nach dem historischen Atomkompromiss habe er dem Golf-Staat auch deutlich machen wollen, dass es lohne, sich auf eine friedliche Konfliktlösung einzulassen. Iran hatte sich mit den fünf UN-Vetomächten und Deutschland darauf geeinigt, sein Atomprogramm zu beschränken. Im Gegenzug will der Westen seine Sanktionen schrittweise aufheben. Kritiker hatten Gabriel vorgeworfen, zu früh nach Iran gereist zu sein. Sie wiesen darauf hin, dass das Land das Existenzrecht Israels nicht anerkenne und gegen Menschenrechte verstoße. Der Wirtschaftsminister war nach der Einigung mit Iran der erste Spitzenpolitiker aus dem Westen, der in den Öl-Staat reiste. Mit dabei war der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Eric Schweitzer. Er verteidigte Gabriel und sagte, dieser habe in Iran die Menschenrechte und das Thema Israel angesprochen.

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