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Gedenken:Steinmeier und Bouffier gedenken der Opfer von Hanau

Der Bundespräsident und der hessische Ministerpräsident sprechen bei einer Gedenkveranstaltung zum ersten Jahrestag des rassistischen Anschlags in der Stadt.

Ein Jahr nach dem rassistisch motivierten Anschlag mit neun Toten in Hanau gedenken Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier den Opfern. An der Veranstaltung im Congress Park Hanau nehmen auch Überlebende und Angehörige der Opfer teil, zudem der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky und der Ex-Nationalstürmer Rudi Völler als Ehrenbürger der Stadt.

Der 43-jährige Tobias R. hatte am Abend des 19. Februar vergangenen Jahres neun Menschen an mehreren Orten in der Stadt im Rhein-Main-Gebiet aus rassistischen Motiven erschossen, bevor er seine Mutter und schließlich sich selbst tötete. Zuvor hatte er Pamphlete und Videos mit Verschwörungstheorien und rassistischen Ansichten im Internet veröffentlicht.

Die Tat hatte Entsetzen in ganz Deutschland ausgelöst. Zum Jahrestag waren hessenweit verschiedene Aktionen und Demonstrationen zum Gedenken an die Opfer geplant. Innenminister Peter Beuth hatte für alle öffentlichen Gebäude und Dienststellen des Landes Trauerbeflaggung angeordnet. Um 19.02 Uhr sollen in Kirchen in Hanau und dem Umland die Glocken symbolisch für den 19. Februar läuten und so mahnend an das Tatdatum erinnern.

© SZ/dpa/jael
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