Friedensnobelpreis – Kim Dae Jung

Heute erscheint diese Szene fast surreal: Im Jahr 2000 reiste Südkoreas Präsident Kim Dae Jung (links) nach Nordkorea, wo er in Pjöngjang Diktator Kim Jong Il zu Gesprächen traf. Kim Dae Jung führte die Sonnenscheinpolitik ein, die eine Annäherung zwischen beiden Ländern propagierte. Dem Nobelkomitee war diese Initiative im selben Jahr ein Nobelpreis wert.

Nach der Nobelpreisverleihung:

Kim Dae Jung blieb bis 2003 südkoreanischer Präsident. Nach Ende seiner Amtszeit wurde bekannt, dass im Vorfeld des historischen Treffens Gelder von Südkorea an Nordkorea geflossen waren. Kim Dae Jung wurde zudem beschuldigt, von Nordkoreas Nuklearwaffenprogramm Kenntnis gehabt und dies verheimlicht zu haben.

Bild: AP 8. Oktober 2015, 15:042015-10-08 15:04:39 © sueddeutsche.de/hild/hey/bavo/gal/mcs/jak/mikö