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Flüchtlinge:Weihnachten in der Fremde

Etwa 500 000 Iraker sind nach Jordanien geflohen, viele von ihnen sind Christen.

Unter der goldenen Kuppel der syrisch-orthodoxen St. Ephrem-Kathedrale in der jordanischen Hauptstadt Amman herrscht Feststimmung. Tannenzweige mit Schleifen schmücken die Sitzreihen, die Frauen tragen bestickte Kopftücher, die Männer Anzug und Krawatte. Wenn die Messdiener das Weihrauchfass schwenken, klingeln die Glöckchen. Die Gläubigen singen Lieder und sprechen Bibelverse auf Arabisch, Aramäisch und Assyrisch. Der morgendliche Gottesdienst in der vollbesetzten Kirche ist der Familie mit dem passenden Namen Noel aus dem irakischen Mossul vertraut: dieselbe Sprache, dieselben Lieder - nur treffen sie diesmal auf viele neue Gesichter. Die fünfköpfige Familie lebt seit Ende August in Jordanien. Es ist ihr erstes Weihnachtsfest fern der Heimat.

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