FDP-Vorsitzende – Theodor Heuss

Von 1948 bis 1949: Theodor Heuss war in der Weimarer Republik Reichstagsabgeordneter der liberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP), später Deutsche Staatspartei, und stimmte mit seiner Fraktion 1933 Hitlers Ermächtigungsgesetz zu. In der NS-Zeit war der Journalist Repressalien ausgesetzt. Nach dem Krieg schaltete sich Heuss erneut in die Politik ein, übernahm unter anderem das Amt des Kultusministers in Württemberg-Baden. 1948 gründete er mit anderen liberalen Politikern die FDP und wurde deren erster Parteivorsitzender. Die Freien Demokraten waren zu diesem Zeitpunkt vor allem von zwei Strömungen geprägt: der eher rechten, die auf die Nationalliberale Partei zurückging, und der eher links orientierten, die in der DDP wurzelte. Bereits ein Jahr später gab Heuss den Parteivorsitz ab und wurde der erste Bundespräsident der Bundesrepublik. Heuss gilt als einer der wichtigsten Väter des Grundgesetzes: Er war Vorsitzender der FDP-Fraktion im Parlamentarischen Rat, seine Handschrift tragen die Präambel sowie die Formulierungen der Grundrechte.

Bild: AP 5. April 2011, 12:262011-04-05 12:26:12 © SZ.de/hai/odg/gba/lala