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Fatah und Hamas einig:Hamdallah soll palästinensische Einheitsregierung führen

Die geplante palästinensische Einheitsregierung nimmt Formen an. Die gemäßigte Fatah und die radikal-islamische Hamas einigen sich darauf, dass der amtierende palästinensische Ministerpräsident Rami Hamdallah auch die gemeinsame Regierung leiten soll.

Der amtierende palästinensische Ministerpräsident Rami Hamdallah soll auch die künftige palästinensische Einheitsregierung leiten. Darauf hätten sich Vertreter der Fatah und der Hamas am späten Montagabend verständigt, teilte ein Sprecher der radikal-islamischen Hamas mit.

Auch auf die Besetzung einiger Posten habe man sich bei der ersten Gesprächsrunde zur Bildung einer Einheitsregierung geeinigt. Die Unterredungen seien positiv verlaufen, am Dienstag würden sie fortgesetzt, hieß es weiter. Dann soll demnach auch die endgültige Ausgestaltung der neuen Regierung beschlossen werden. Kreisen zufolge ist die Personalie des Innenministers noch offen, der den Sicherheitsapparat im Gazastreifen und Westjordanland unter sich hat.

Hamdallah ist sei Juni 2013 palästinensischer Regierungschef. Zuvor war der Wirtschaftsexperte unter anderem Präsident der Al-Nadschah-Universität in Nablus und Vorsitzender der palästinensischen Börse.

Die seit 2007 zerstrittenen Palästinenserorganisationen - die Fatah des gemäßigten Präsidenten Mahmud Abbas und die Hamas - hatten im April die Bildung einer Einheitsregierung vereinbart. Israel reagierte gereizt auf die Annäherung - und setzte die Friedensgespräche aus. Die Hamas bestreitet das Existenzrecht Israels.

© Süddeutsche.de/AFP/dpa/gal/sks
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