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Massenproteste:"Ganz Kolumbien ist in Bewegung"

Ihr altes und ihr neues Leben: Milena Reyes vor einem Bild von ihr in Kampfmontur, das die Fotografin Ann-Christine Woehrl gemacht hat.

(Foto: Sebastian Schoepp)

Milena Reyes war 14 Jahre lang Guerillera, dann gehörte sie zu dem Team, das mit der Regierung Frieden aushandelte. Nun führt sie ein ziviles Leben und blickt auf die Massenproteste im Land.

Eigentlich heißt sie Erika Leoneth Valencia Quintero. Doch in Kolumbien kennt man sie unter ihrem Decknamen Milena Reyes. 14 Jahre lang kämpfte sie bei den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (Farc), heute lebt sie mit ihrer kleinen Tochter in Bogotá und studiert Kommunikationswissenschaft. Die heute 30-Jährige war Mitglied der Delegation, die 2016 in Havanna den Frieden mit der Regierung aushandelte - der dem damaligen Präsidenten Juan Manuel Santos den Friedensnobelpreis einbrachte. Die Farc-Kämpfer erhielten Hilfen auf ihrem Weg in ein ziviles Leben. Dem Kampf haben Leute wie Milena Reyes abgeschworen - doch ihre sozialen Forderungen bleiben bestehen. Sie ähneln in weiten Teilen denen der Demonstranten, die Ende der Woche zu Hunderttausenden ein sozialeres Kolumbien forderten.

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