Erfolgreicher Atombombentest:UN-Sicherheitsrat bespricht Sanktionen

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Um weitere Sanktionen zu besprechen, wird der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen um 15 Uhr in New York zu einer Dringlichkeitssitzung zusammentreten. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilt den nordkoreanischen Atomtest. Er stelle einen klaren und schweren Verstoß gegen geltende UN-Resolutionen dar. Es sei bedauerlich, dass die Regierung in Pjöngjang dem starken und unmissverständlichen Ruf der internationalen Gemeinschaft nicht gefolgt sei, sich weiterer provokativer Schritte zu enthalten, erklärte Ban nach Angaben seines Sprechers. Er sei überzeugt, dass der UN-Sicherheitsrat die angemessenen Maßnahmen ergreifen werde.

Auch der Nato-Rat verurteilt den Atomwaffentest: "Dieser unverantwortliche Akt stellt gemeinsam mit dem Raketenstart vom Dezember eine ernste Bedrohung des internationalen Friedens, der Sicherheit und der Stabilität dar", heißt es in einer Erklärung des Nato-Rats. Nordkorea verstoße weiterhin gegen die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates. Der Nato-Rat fordert die Regierung Nordkoreas auf, "unverzüglich solche provozierenden Handlungen einzustellen" und die UN-Resolutionen zu respektieren.

US-Präsident Barack Obama bezeichnet den Atomtest als einen "hoch provokativen Akt, der die Stabilität der Region gefährde". Die USA fühlen sich durch Nordkorea bedroht und werden auch weiterhin entsprechende Schritte unternehmen, um sich selbst, sowie verbündete Länder zu verteidigen, sagte er im Vorfeld seiner Rede zur Lage der Nation.

Politbüro hatte "Aktion von hoher Intensität" angekündigt

Das kommunistische Land hatte einen neuen Atomtest und weitere Raketentests im Januar aus Protest gegen die Ausweitung von UN-Sanktionen angekündigt. Einen Zeitrahmen dafür war aber nicht genannt worden. Der Weltsicherheitsrat hatte mit den verschärften Sanktionen auf einen nordkoreanischen Raketenstart im Dezember reagiert.

Vor dem Atomtest hatte sich das Politbüro der herrschenden Arbeiterpartei in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang getroffen und die Notwendigkeit bekräftigt, weiter Satelliten und "leistungsstarke Langstreckenraketen" zu starten. Das berichten die Staatsmedien des Landes. Anschließend sollen die Teilnehmer dazu aufgerufen haben "eine uneingeschränkte Aktion von hoher Intensität zu unternehmen, um die Sicherheit und Souveränität des Landes zu schützen". Die Selbstverteidigung des Landes müsse ausgebaut werden.

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