Ende des Zweiten Weltkriegs 1945Die letzten Tage des "Tausendjährigen Reiches"

Die Fronten in Auflösung, Berlin vor dem Fall, der Diktator am Ende: Im Frühjahr war der Zweite Weltkrieg längst entschieden. Doch weil die Wehrmacht nicht kapitulierte, gehören die letzten Tage zu den blutigsten des Krieges.

Im April 1945 stand Hitlers "Tausendjähriges Reich" nach sechs Jahren beispiellosen Vernichtungskrieges am Abgrund. Die Westfront befand sich nach der alliierten Rheinüberquerung in Auflösung, im Osten stand die Rote Armee vor den Toren Berlins. Doch Hitler und die Spitze der NSDAP dachten selbst in dieser ausweglosen Situation nicht daran, zu kapitulieren. Sie waren gewillt, die Bühne der Weltgeschichte mit einem letzten Paukenschlag zu verlassen und weitere Millionen deutsche Soldaten zu opfern. Von der Ostsee bis zur Steiermark bereitete sich das letzte Aufgebot der Wehrmacht auf den letzten Schlag der Roten Armee vor.

Jugendliche mit Fahrrädern und Panzerfäusten, wie hier Anfang April 1945 im Oderbruch, waren häufig das einzige, was die Wehrmacht noch gegen die russischen Panzer aufbieten konnte.

Bild: SZ Photo 6. Mai 2015, 18:202015-05-06 18:20:32 © SZ.de/pamu/odg