"Empty Chair Day" in den USA:Rache für Eastwood - Stühle gegen Obama

Die Republikaner schlagen zurück: Nachdem Clint Eastwood viel Häme dafür einstecken musste, auf dem Romney-Krönungsparteitag mit einem Stuhl geschimpft zu haben, rächen ihn nun seine Anhänger. Mit dem "Empty Chair Day" wollen sie Obama am Tag der Arbeit eins auswischen.

Sebastian Gierke

11 Bilder

Actor Clint Eastwood addresses an empty chair during the final session of the Republican National Convention in Tampa

Quelle: REUTERS

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Die Republikaner schlagen zurück: Nachdem Clint Eastwood viel Häme dafür einstecken musste, auf dem Romney-Krönungsparteitag mit einem leeren Stuhl geschimpft zu haben, rächen ihn nun seine Anhänger. Mit dem "Empty Chair Day" wollen sie Obama am Tag der Arbeit eins auswischen.

Seit ein leicht verwirrt wirkender Clint Eastwood auf dem Parteitag der Republikaner einen leeren Stuhl anblaffte, treiben die Amerikaner einige Fragen um: War das nun witzig? Hat der Oscargewinner damit Mitt Romney, der gleich im Anschluss die wichtigste Rede seines bisherigen Politikerlebens hielt, vielleicht sogar die Schau gestohlen? Und wie kam dieser Auftritt überhaupt zustande?

Clint Eastwood

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Eastwood wurde jedenfalls zum Ziel von Spott und Häme. Im Netz wurde nur Minuten nach dem skurrilen Beitrag des Schaupspielers #eastwooding erfunden: der Dialog mit leeren Sitzmöbeln (mehr dazu in dieser Bildergalerie).

Clint Eastwood

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Der am häufigsten geretweetete, also weiterempfohlene Twitterbeitrag zum Parteitag der Republikaner stammt ausgerechnet: von Barack Obama. Die Antwort des Präsidenten auf Eastwood: "This seat´s taken." Dieser Stuhl ist besetzt. Das wollen seine Gegner allerdings nicht so stehen lassen - und schlagen am Tag der Arbeit zurück.

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Der 3. September 2012 ist in den USA ein Feiertag. Gefeiert wird der Labour Day. Eine gute Gelegenheit, um Barack Obama zu verspotten, finden viele Konservative. Sie glauben ja, dass vor allem der Präsident schuld ist an der hohen Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten.

Und so feiern die Fans der Grand Old Party nicht nur Labour Day, sondern haben den "Empty Chair Day" ausgerufen. Viele stellen deshalb leere Stühle in ihre Hauseinfahrt und Fotos davon ins Netz, andere versuchen sich an der satirischen Bearbeitung bekannter Motive.

In dieser Fotomontage steht der leere Präsidentensessel im Sitzungsraum des "White House Jobs Council", ein staatliches Projekt, das die Arbeitslosigkeit bekämpfen soll und das Obama - das jedenfalls suggeriert das Bild - lange nicht mit seiner Anwesenheit beehrte.

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Die erzkonservative Tea Party hat auf Twitter dieses Foto eines leeren Stuhls gepostet. "Make my day" ist eine Anspielung auf Eastwood und dessen gleichlautenden, berühmten Filmsatz, den dieser auch während seiner Rede auf dem Parteitag verwendete.

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Ein umgestaltetes Wahlkampfplakat Obamas aus dem Jahr 2008 nutzt dieser User, um seine Enttäuschung über die vergangenen vier Jahre zum Ausdruck zu bringen. Mit dem "Empty Chair Day" versuchen die Gegner Obamas deutlich zu machen, wie wenig präsent der Präsident in seiner ersten Amtszeit ihrer Meinung nach war.

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Bekannt wurde die Aktion durch einige konservativen Internetseiten wie Legal Insurrection. Ein User hat dort dieses Bild eines leeren Stuhls eingereicht - mit Teleprompter. Einen solchen nutzt Obama regelmäßig bei seinen Reden, was immer wieder zu Spötteleien führt.

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Die Grenze des guten Geschmacks wird bei der satirischen Aktion einige Male zumindest angetestet: Der Text zu diesem Bild spielt an auf einen Satz Obamas, den dieser nach dem Tod des Teenagers Trayvon Martin sagte ("Mein Sohn hätte wie Trayvon ausgesehen").

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Über diesem Foto steht: "Mein Stuhl ist damit beschäftigt, sich vor ausländischen Führern zu verbeugen". Auf dem Bildschirm des Laptops ist ein arabisch gekleideter, nicht näher beschriebener Mann zu sehen.

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Und unter diesem Plumpsklo ist die amerikanische Verfassung ausgebreitet.

Bei dieser Art von Humor wird es für die Demokraten allerdings ein Leichtes sein, bei ihrem am Dienstag beginnenden Parteitag in Charlotte, North Carolina, eine elegante Antwort auf die Anwürfe ihrer Gegner zu finden.

Weitere Beispiele finden sich auf Twitter unter dem Hashtag: #EmptyChairDay.

© Süddeutsche.de/segi
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