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Elfenbeinküste:Terror am Strand

Ein afrikanischer Ableger des Terrornetzwerks Al-Qaida bekennt sich zu den Anschlägen auf drei Hotels in einem Badeort.

Bei Terroranschlägen auf drei Hotels in der Elfenbeinküste ist die Leiterin des dortigen Goethe-Instituts, Henrike Grohs, getötet worden. Die Zentrale des Kulturinstituts bestätigte am Montag entsprechende Informationen der Deutschen Welle. Die Bundesregierung verurteilte die Anschläge scharf. Es herrsche "Abscheu vor Bewegungen oder Ideologien, die nichts als Hass und Tod säen können", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Auch Papst Franziskus sprach den Hinterbliebenen und Verletzten sein tiefes Mitgefühl aus. Insgesamt töteten die Angreifer 18 Menschen, 15 Zivilisten und drei Soldaten. Die anderen Opfer stammen nach offiziellen Angaben aus Frankreich, Benin, Kamerun, Burkina Faso und der Elfenbeinküste. Außerdem kamen drei der Angreifer ums Leben. Die Terrorgruppe al-Qaida im Islamischen Maghreb (Aqmi), ein Ableger des Terrornetzwerks al-Qaida, bekannte sich zu der Tat. Die Gruppe ist unter anderem in Mali, Marokko, Tunesien und Algerien aktiv. Mehrere bewaffnete Männer hatten am Sonntag in Grand-Bassam, einem Urlaubsort südöstlich der Metropole Abidjan, das Feuer auf Hotelbesucher eröffnet. Mindestens 33 Menschen seien dabei verletzt worden, sagte Innenminister Hamed Bakyoko am Montag. Die Identität der Angreifer konnte zunächst nicht festgestellt werden. Auf dem Nachrichtenportal Al-Akhbar schrieben Aqmi-Vertreter: "Dank Allah, dem Allmächtigen, konnten Ritter der al-Qaida im islamischen Maghreb in den Urlaubsort einbrechen." Der Angriff ist der dritte große Anschlag auf ein Touristenzentrum in Westafrika seit November. Bei der Belagerung eines Hotels in Mali im November und einer Attacke auf ein Hotel und Café in Burkina Faso im Januar waren Dutzende Menschen getötet worden.

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