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Ehemalige Geisel der Taliban:US-Soldat Bergdahl nimmt Militärdienst wieder auf

Fünf Jahre lang hielt die Taliban den US-Soldaten Bowe Bergdahl fest, bis er in einem umstrittenen Austausch freikam. In den vergangenen Wochen wurde er von Psychologen betreut - nun tritt er wieder in den Dienst.

  • Die ehemalige Taliban-Geisel Bowe Bergdahl kehrt wieder in den Militärdienst zurück. Er war vor wenigen Wochen in einem umstrittenen Austausch freigekommen.
  • Die Ermittlungen zu Bergdahls Entführung gehen weiter, der Soldat selbst äußert sich bislang nicht zu Vorwürfen von Kritikern.

Bergdahl soll in Texas eingesetzt werden

Der von den afghanischen Taliban bei einem Gefangenenaustausch Ende Mai freigelassene US-Soldat Bowe Bergdahl kehrt nach dem Ende seiner Behandlung in den aktiven Militärdienst zurück. Bergdahl werde auf dem Stützpunkt San Antonio-Fort Sam Houston im Bundesstaat Texas eingesetzt, teilte die US-Armee mit. Mit welchen Aufgaben er dort betreut wird, war zunächst nicht bekannt. Der 28-Jährige war Ende Juni aus dem Militärkrankenhaus entlassen und in den vergangenen Wochen von Psychologen auf seine Wiedereingliederung vorbereitet worden.

Untersuchung des Falls geht weiter

Die Ermittlungen zu den Umständen von Bergdahls Entführung dauerten noch an, teilte die US-Armee mit. Eine erste Untersuchung des Militärs im Jahr 2009 war zu dem Schluss gekommen, dass der Soldat seinen Posten "gezielt und freiwillig" verlassen habe. Als Fahnenflucht wurde der Fall damals aber nicht eingestuft, weil Bergdahls Motive nicht endgültig bekannt gewesen seien. Der Soldat hat sich seit seiner Freilassung noch nicht öffentlich zu den Vorwürfen und der Zeit in Gefangenschaft geäußert.

Die Taliban hatten Bergdahl fast fünf Jahre lang festgehalten, bevor er am 31. Mai in einem umstrittenen Tausch gegen fünf ranghohe Mitglieder der radikalislamischen Bewegung aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo freikam. Einige frühere Kameraden haben dem 28-Jährigen vorgeworfen, im Juni 2009 von seinem Posten in der afghanischen Provinz Paktika desertiert zu sein. Bergdahl soll sich vor seinem Verschwinden kritisch über den Militäreinsatz in Afghanistan geäußert haben.

© SZ.de/AFP/dpa/fran
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