Statistisches Bundesamt Deutschland hat erstmals mehr als 83 Millionen Einwohner

Der Bundesadler im ehemaligen Plenarsaal in Bonn.

(Foto: dpa)

Das Bevölkerungswachstum fällt aber geringer aus als in den Vorjahren. Den größten Zuwachs gibt es in Bayern.

Die Bevölkerung in Deutschland ist im vergangenen Jahr erneut größer geworden. Mit einem Zuwachs um etwa 227 000 (0,3 Prozent) hat sie die Marke von 83 Millionen überschritten. Insgesamt leben demnach 83,0192 Millionen Menschen in Deutschland - der größte Wert, der jemals ermittelt wurde. Das meldet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden.

Damit ist die Bevölkerung weniger angewachsen als in den vergangen Jahren. Dass die Zahl überhaupt zugenommen hat, liegt nicht daran, dass mehr Menschen geboren werden. Die Zahl der Sterbefälle lag 2018 um 167 000 höher als die der Geburten. Es sind aber zugleich 386 000 Personen mehr nach Deutschland gekommen, als abgewandert sind.

Der Anteil der ausländischen Bürgerinnen und Bürger ist 2018 ebenfalls nur geringfügig gestiegen. Er stieg von 11,7 auf 12,2 Prozent. Ende 2018 lebten 72,9 Millionen deutsche und 10,1 Millionen ausländische Bürger (plus 4,2 Prozent) in Deutschland.

Die Entwicklung verlief den Angaben zufolge regional unterschiedlich. Den größten Zuwachs verzeichnete Bayern mit 79 500 Menschen, gefolgt von Baden-Württemberg mit 46 100 und Berlin mit 31 300 Einwohnern. Prozentual hatten Berlin (plus 0,9 Prozent) sowie Bayern und Hamburg (jeweils plus 0,6 Prozent) die Nase vorn. Die Zahlen zeigten weiter ein Ost-West-Gefälle, erklärte das Bundesamt. Mit Ausnahme des Saarlands wuchs die Bevölkerung in allen westlichen Bundesländern, in den neuen Bundesländern ohne Berlin gab es dagegen nur in Brandenburg ein Plus (7900 Menschen).

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