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Demos zum 1. Mai:Mahnung und Verpflichtung

Gegen Niedriglohn und Ausbeutung: Menschen rund um den Globus demonstrieren am Tag der Arbeit für bessere Arbeitsbedingungen. Auch in Deutschland gehen die Menschen am 1. Mai auf die Straße. In Berlin rüstet sich die Polizei für mögliche Krawalle.

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May Day Rally

Quelle: dpa

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Gegen Niedriglohn und Ausbeutung: Menschen rund um den Globus demonstrieren am Tag der Arbeit für bessere Arbeitsbedingungen. Auch in Deutschland gehen die Menschen auf die Straße. In Berlin rüstet sich die Polizei für mögliche Krawalle.

In Jakarta, der Hauptstadt Indonesiens marschieren am 1. Mai tausende Arbeiter in Formation. Auf ihrem Demonstrationszug zum Präsidentenpalast fordern sie bessere Arbeitsbedingungen und mehr soziale Sicherheit. Seit mehr als 120 Jahren wird am 1. Mai der Tag der Arbeit gefeiert. Er geht zurück auf die Haymarket Riot, bei der es 1886 in Chicago bei Protesten gegen den 12-Stunden Tag zu Krawallen mit Toten und Verletzten kam.

May Day Rally

Quelle: dpa

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Einige Teilnehmer des Demonstrationszugs in Jakarta geben sich martialisch. Die Schwerter, die sie in der Hand halten, sind allerdings Nachbildung aus Pappe. Auf der Zweiten Sozialistischen Internationalen 1889 wurde dazu aufgerufen, den 1. Mai zum "Kampftag der Arbeiterklasse" zu machen. Damit sollte an die Haymarket Riot erinnert werden.

Filipino workers during a protest rally marking International Lab

Quelle: dpa

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Bei Protesten auf den Philippinen hat man auch vor umstrittenen Helden der Arbeiterbewegung keine Scheu. Mit Lenin- und Stalin-Plakaten protestieren Arbeiter in der Hauptstadt Manila. Sie fordern ein besseres Einkommen für Niedriglohnarbeiter.

A garment worker attends a march on the streets to mark International Labor Day in Phnom Penh

Quelle: Reuters

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Ein Textilarbeiter in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh protestiert am 1. Mai gegen Ausbeutung durch Billig-Arbeit. Die Textilfabriken in Asien sind bekannt für ihre extrem harten und gefährlichen Arbeitsbedingungen.

Garment workers march on the streets to mark International Labor Day in Phnom Penh

Quelle: Reuters

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In Phnom Penh gehen Tausende auf die Straße, um am Tag der Arbeit zu protestieren. Kambodscha, das immer noch unter den Folgen des Terror-Regimes der Roten Khmer leidet, erlebt in den letzten Jahren einen starken wirtschaftlichen Aufschwung, der sich unter anderem aus Niedriglohn-Arbeit speist.

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Quelle: AFP

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In Istanbul ist es bei einer nicht genehmigten Demonstration zum Tag der Arbeit zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Die Sicherheitskräfte setzten im Viertel Besiktas Tränengas und Wasserwerfer ein, um mehrere hundert Demonstranten am Erreichen des zentralen Taksim-Platzes zu hindern. Diese warfen Steine auf die Polizisten und riefen "Tod dem Faschismus! Lang lebe der 1. Mai".

IG Metall startet Warnstreiks im Tarifgebiet Mitte

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Die IG Metall startete in der Walpurgisnacht Warnstreiks im Tarifgebiet Mitte.  Beim Weißblechhersteller Rasselstein in Andernach wurde die Arbeit niedergelegt. ThyssenKrupp prüft derzeit die Schließung des Werks. "ThyssenKrupp hat sich durch milliardenschwere Fehlinvestitionen in diese Schieflage gebracht. Jetzt sollen die Mitarbeiter die verfehlte Unternehmenspolitik ausbaden. Das werden wir so nicht hinnehmen.", sagte der rheinland-pfälzische DGB-Chef Dietmar Muscheid

DGB-Demo zum 1. Mai

Quelle: dpa

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In Berlin hat die DGB-Kundgebung zum 1. Mai begonnen. Mit Transparenten gehen Demonstranten durch die Straßen.

1. Mai in Berlin

Quelle: dpa

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Zahlreiche Polizisten sichern im Berliner Stadtteil Schöneweide einen Aufmarsch der rechtsextremen NPD. Die NPD nutzt den Tag der Arbeit seit Jahren für Demonstrationszüge.

© Süddeutsche.de/dpa/Reuters/sst/rela

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