De Maizière legt Zwischenbericht vor Verzögerung beim Schützenpanzer "Puma"

Er soll der Nachfolger des 1971 eingeführten "Marder" werden. Doch zahlreiche Mängel beim neuen Schützenpanzer "Puma" verzögern die Auslieferung an die Bundeswehr.

Der neue Schützenpanzer vom Typ Puma kann derzeit nicht an die Bundeswehr ausgeliefert werden. Der Grund: zahlreiche Mängel. Es gebe bislang "keine Grundlage für die Übernahme in die Nutzung", sagte Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière in Berlin.

Es gebe unter anderem Probleme mit der Elektronik, der Software, den Sichtmöglichkeiten für die Fahrer sowie mit dem Gewicht. Zusammen mit den Herstellerfirmen Rheinmetall und Krauss-Maffei-Wegmann solle nun an Nachbesserungen gearbeitet werden. Wann eine Lieferung des Panzers erfolgen könne, sei derzeit unklar.

Der Puma soll den 1971 eingeführten Schützenpanzer Marder ablösen. Die Auslieferung an die Bundeswehr soll eigentlich 2014 beginnen. Bis 2020 will die Bundeswehr 350 Exemplare beschaffen. De Maizière legte auch einen Zwischenbericht zu den Konsequenzen aus der Euro-Hawk-Affäre vor. Demnach zieht sich unter anderem die Prüfung von Schadenersatzforderungen wegen der komplizierten Vertragsgestaltung hin.

De Maizière sagte außerdem, er behalte sich wie angekündigt personelle Konsequenzen vor. Es sei jetzt aber "nicht die Zeit, das zu tun", fügte er mit Blick auf die anstehenden Koalitionsverhandlungen hinzu. Das Drohnenprojekt Euro Hawk war im Mai wegen fehlender Zulassung für den deutschen Luftraum gestoppt worden - nachdem bereits Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe getätigt worden waren. De Maizière wurde deswegen von der Opposition Versagen vorgeworfen.