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China:Reise in die rote Vergangenheit

Schnappschuss mit Schusswaffe: Eine Touristin ist als Soldatin der Roten Armee (später: Volksbefreiungsarmee) verkleidet und posiert vor einem Mao-Poster.

(Foto: Alexander F. Yuan/AP)

Jedes Jahr pilgern Millionen zu den Stätten der Revolution. Kurz vor dem 70. Gründungsjubiläum der Volksrepublik hält die Partei ihre Ideale besonders hoch - doch die Ungleichheit im Land war nie größer.

Shang ballt die Faust neben seinem Kopf zum kommunistischen Gruß. Ein Soldat spricht die Zeilen vor, die jedes Neumitglied der KP bei seinem Eintritt aufsagen muss: "Ich trete der Kommunistischen Partei Chinas freiwillig bei, unterstütze ihre Prinzipien und respektiere ihre Vorschriften", spricht der 75-Jährige nach. Dabei ist er kein Neumitglied, sondern schon sein halbes Leben in der Partei. Früher hat er für das chinesische Raumfahrtprogramm gearbeitet. Doch der Schwur ist der Höhepunkt des Vormittags, und alle Besucher nehmen daran teil. Vorher hat er noch seine Ballonmütze mit rotem Stern zurechtgerückt und den Gürtel enger gezogen. Er trägt eine Uniform der Roten Armee, die jeder Besucher am Eingang leiht.

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