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China:Und raus bist du

Die Behörden haben Frau Shu aus ihrer Wohnung geworfen. Jetzt steht sie da in ihrem pinken Schlafanzug und sagt: „Wir gehen.“ Als hätte sie eine Wahl.

(Foto: TTT)

Pekings Regierung gilt nicht gerade als zimperlich, aber die Art, wie sie jetzt die Wanderarbeiter aus der Stadt vertreibt, entsetzt selbst die Pekinger.

Von Kai Strittmatter

Ganz unten. So ließe sich diduan übersetzen. Das Volk von ganz unten, das wäre dann diduan renkou. Herr Chen zum Beispiel, Kurierfahrer, Raucher. Er tippt auf seine Uhr. Drei Uhr nachmittags. Drei Stunden noch. "Wie soll das gehen? Drei Stunden?" Oder Frau Lü, Sortiererin in einer Logistikfirma. "Im kalten Winter setzen sie Frauen und Kinder einfach auf die Straße? Die bringen uns um, oder?" Frau Li, Kellnerin: "Wenn die feinen Pekinger was essen wollen, dann sperren sie einfach ihren Mund auf. Und wann bekommen hier einfache Leute einmal recht? Leute wie wir? Vom Dorf?"

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