CDU Kramp-Karrenbauers Antwort

Die Parteivorsitzende erklärt der konservativen Werteunion, was sie von dem Vorstoß hält, dass sie selbst Angela Merkel als Kanzlerin ablösen solle. Wenn es nach ihr geht, ändert sich bis 2021 nichts. Sagt sie.

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat Forderungen nach einem Wechsel im Kanzleramt zurückgewiesen. "Ich sehe im Moment weder in der CDU noch in der SPD relevante Stimmen, die sich mit diesem Thema ernsthaft befassen", sagte die CDU-Chefin am Montag Reuters-TV. "Und das ist auch richtig so. Denn wir haben eine Kanzlerin. Und wir wollen - und ich an der Spitze will -, dass Angela Merkel Kanzlerin bleibt." Merkel selbst hatte gesagt, dass sie bis Ende der Legislaturperiode 2021 als Kanzlerin zur Verfügung stehe. Zuvor hatte schon CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak Forderungen der konservativen Werteunion und Spekulationen in der SPD über einen Abtritt Merkels und Wechsel zu Kramp-Karrenbauer zurückgewiesen. "Es gibt keine Äußerung von relevanten Politikern, die jetzt einen Wechsel in irgendeiner Form an der Regierungsspitze fordern", sagte Ziemiak nach einer Präsidiumssitzung in Berlin. Der Vorsitzende der Werteunion, Alexander Mitsch, hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel zuvor aufgefordert, ihr Amt bald an Kramp-Karrenbauer abzutreten. "Es wäre für die Union das Beste, wenn Frau Merkel ihr Amt geordnet und möglichst bald an AKK übergibt", hatte Mitsch der Passauer Neuen Presse gesagt. Die CDU-Chefin könne dann mit einem erneuerten Kabinett den notwendigen Politikwechsel einleiten, besonders in der Einwanderungs- und Wirtschaftspolitik.