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Bürgerkrieg in Syrien:Israelischer Jugendlicher auf Golanhöhen getötet

Auf den Golanhöhen ist erstmals seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs ein Israeli getötet worden. Der Jugendliche war mit Mitarbeitern des Verteidigungsministeriums unterwegs. Was er in dem gefährlichen Gebiet zu suchen hatte, ist unklar.

  • Erstmals seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien ist auf den Golanhöhen ein Israeli getötet worden.
  • Der 15-Jährige war mit Mitarbeitern des Verteidigungsministeriums unterwegs.
  • Armeesprecher spricht vom "schwerwiegendsten Vorfall seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien" auf den Golanhöhen.

Der Tote

Es handele sich um einen 15-Jährigen, der mit zwei Erwachsenen in einem Fahrzeug an der Grenze unterwegs war, teilte der israelische Militärsprecher Peter Lerner mit. Die beiden Erwachsenen, Angestellte des israelischen Verteidigungsministeriums, seien verletzt worden. Es war zunächst unklar, warum der Jugendliche in dem gefährlichen Grenzgebiet mit in dem Auto saß. Laut Medienberichten soll einer der beiden Erwachsenen sein Vater gewesen sein. Die Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums seien unterwegs gewesen, um Wasser in einen Speicher an der Grenze zu bringen.

Der Vorfall

Der Armeesprecher sagte, es sei der "schwerwiegendste Vorfall seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien" auf den Golanhöhen. "Dies war ein gezielter Angriff, kein versehentlicher Beschuss." Das Fahrzeug sei bei einer Explosion beschädigt worden. Es sei noch unklar, ob es sich um einen Angriff mit einem Sprengsatz, einer Rakete oder einer Mörsergranate handelte. Im Grenzzaun sei ein Loch gefunden worden. Israelische Panzer hätten als Reaktion auf syrische Positionen geschossen. Es gab zunächst keine Angaben zu möglichen Opfern. Lerner konnte nicht sagen, ob syrische Regierungstruppen oder Rebellen für den Angriff verantwortlich waren.

Die Golanhöhen

In der Vergangenheit schlugen immer wieder Geschosse aus Syrien auf dem Golan ein. In der Gegend sind sowohl die syrischen Streitkräfte als auch Rebellen aktiv. Israelischen Angaben zufolge operieren dort aber auch Kämpfer der anti-israelischen Hisbollah-Miliz aus dem Libanon. Israel hatte die Golanhöhen nach dem Krieg 1967 annektiert. Der Schritt ist international nicht anerkannt worden. Seit mehr als drei Jahren kämpfen Aufständische, unter ihnen mehrere Islamisten-Milizen, für den Sturz von Syriens Präsident Baschar al-Assad.

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