Brasilien Haftstrafe für Lula verkürzt

Der Oberste Gerichtshof in Brasilien hat die Haftstrafe wegen Korruption und Geldwäsche gegen Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva reduziert. Die Richter kürzten das Strafmaß von zwölf Jahren und einem Monat auf acht Jahre, zehn Monate und 20 Tage, wie die Zeitung O Globo berichtete. Lula ist seit mehr als einem Jahr in Haft. Er bezeichnet sich als Opfer einer politischen Intrige. In dem Gerichtsverfahren ging es um ein Luxusapartment im Küstenort Guarujá, das der ehemalige Präsident als Gegenleistung für Auftragsvergaben von einem Baukonzern erhalten haben soll. Lula betont, niemals Eigentümer der Immobilie gewesen zu sein. Das Urteil in erster Instanz wurde von dem damaligen Richter Sergio Moro gefällt, der heute Justizminister unter dem rechtsextremen Präsidenten Jair Bolsonaro ist. Lula regierte in Brasilien von 2003 bis 2011.