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Berlin:Jérôme Boateng - Fragestunde bei der Kanzlerin

Üblicherweise treffen sich Kanzlerin und Fußball-Nationalspieler in dampfigen Umkleidekabinen. Jetzt machte es Boateng anders: Er ließ sich in Berlin von Merkel interviewen.

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18. Tag der offenen Tür der Bundesregierung

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Üblicherweise treffen sich die Bundeskanzlerin und die Spieler der Nationalelf in dampfigen Umkleidekabinen; Merkel überbringt dann ihre Glückwünsche zu einem Titelgewinn, und häufig haben die Fußballer dabei wenig an. Am Sonntag aber stattete Jérôme Boateng ausnahmsweise Angela Merkel einen Besuch ab. Beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung ließ er sich von ihr interviewen und sagte, dass er sich das Amt als neuer Kapitän der Nationalmannschaft zutraut.

18. Tag der offenen Tür der Bundesregierung

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Zehntausende waren - trotz der großen Hitze - zum Tag der offenen Tür gekommen. Besichtigt werden konnten alle Ministerien und das Kanzleramt. Merkel führte am Morgen persönlich durch ihre Machtzentrale, gab Autogramme, schüttelte Hände und posierte sogar für Selfies mit Bürgern.

18. Tag der offenen Tür der Bundesregierung

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Auch das Treffen zwischen Kanzlerin und Nationalspieler war ein guter Fototermin.

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Es sei schade gewesen, dass sie nicht zur Fußball-Europameisterschaft nach Frankreich kommen konnte, sagte Merkel zu Boateng.

German Chancellor Angela Merkel talks with Jerome Boateng during the open day at the Federal Chancellery in Berlin

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"Migration und Integration", dieses Thema stand in diesem Jahr im Mittelpunkt. Dafür ist Boateng - Mutter Deutsche, Vater Ghanaer, in Berlin-Charlottenburg aufgewachsen und bei Bayern München zu einem Weltklassespieler geworden - so etwas wie ein Botschafter.

18. Tag der offenen Tür der Bundesregierung

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Natürlich schwingt bei der Veranstaltung auch der Satz mit dem Nachbarn mit, ohne den Boateng an diesem Tag vielleicht nicht hier wäre. Die Leute fänden ihn als Fußballspieler gut. "Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben", hatte AfD-Mann Alexander Gauland vor der EM gesagt.

Gauland wurde für diese Äußerung heftig kritisiert, Merkel hat sich damals zurückgehalten und gibt die Antwort jetzt auf ihre Art. "Einen tollen Sohn haben Sie, da können Sie stolz sein", sagte sie an Boatengs Vater gerichtet, der im Publikum saß.

© SZ.de/olkl
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